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Habe ich den Beton richtig verarbeitet?

Mystphi
BeitragVerfasst am: 21.02.2007 13:13  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 21.02.2007
Beiträge: 10

Hallo,

für eine Schitzeljagd wollte ich einen Behälter aus Beton gießen. Ich habe dazu Estrich-Beton aus dem Baumarkt mit Wasser angemischt, so dass sich eine Konsistenz ergeben hat, die gerade noch gut zu gießen war (eine eingesteckte Kelle knickt langsam ein). Nach einem Tag hab ich die Form entfernt und wollte etwa eine Woche später das Teil bearbeiten. Dabei musste ich feststellen, dass es gar nicht richtig hart geworden ist und mir beim Bohren regelrecht unter den Fingern zerbröselt. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, eine Festigkeit ähnlich einer Beton-Gehwegplatte zu erhalten.

Nun meine Frage: Habe ich den Beton falsch verarbeitet, bin ich schlechter Baumarktqualität aufgesessen (40kg = 1.89Euro) oder war ich zu ungeduldig?

Viele Grüße
Gerald
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smily77
BeitragVerfasst am: 22.02.2007 12:03  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 01.01.1970
Beiträge: 130

wie groß und dick war denn die gegeossene form?
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Mystphi
BeitragVerfasst am: 22.02.2007 12:16  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 21.02.2007
Beiträge: 10

Es war ein viereckiger Kasten mit einer Wandstärke von 5cm. Die Außenmaße waren etwa 40cm * 30cm *20cm. Ein zugehöriger Deckel (40cm * 30cm) ist sogar 7cm dick. Dieser ist mir auch beim Bearbeiten zerbröselt. Es wurden 4 Löcher mit 8mm gebohrt. Der Abstand von den Kanten war immer deutlich mehr als 1cm. Dort hinein kam ein Messingdübel. Beim Anziehen der zugehörigen Schraube M6 (für ein Scharnier) wurde durch die Spreizung des Dübels die Betonplatte gesprengt.
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Mystphi
BeitragVerfasst am: 22.02.2007 13:33  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 21.02.2007
Beiträge: 10

So sieht das ganze aus:



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bauschurli
BeitragVerfasst am: 05.03.2007 07:35  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



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Beiträge: 95
Spieletrophäen:  17
'Hall Of Fame'

Hallo

1. Für Dein Vorhaben hast Du das falsche Material ausgesucht...

2. Der Estrichbeton hat erst nach 28 Tagen die volle Aushärtung erreicht.

Wenn es schnell gehen soll (muss):

Schotter besorgen, in der erforderlichen Mänge (0-16 mm)
Zement besorgen, der folgende Kennung aufweißt:
CEM II/A-S 42,5 R

Beides zusammen mischen im Verhältniss 3 zu eins (3 Teile Schotter, 1 Teil Zement)
Dieser Beton hat nach 7 Tagen die Festigkeit eines herkömlichen Betons erreicht.

Falls es noch schneller gehen soll, den Zement mit folgender Kennung kaufen: CEM I 52,5 R
Mit diesem Zement hat der Beton schon nach 3 Tagen die Festigkeit eines herkömmlichen etons erreicht.

Wenn Du Zeit hast:
Folgenden Zement verwenden: CEM II/A-L 42,5 N

Gruß

_________________
www.bauservice-neuber.at
Der Bauprofi
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Mystphi
BeitragVerfasst am: 05.03.2007 13:03  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 21.02.2007
Beiträge: 10

Hallo Bauschurli,

na, das ist ja ne asuführliche Antwort Very Happy . Vielen Dank dafür. Da ich von Zement und Beton nicht so viel Ahnung habe, hab ich einfach im Baumarkt rumgesucht. Diesen Estrichbeton habe ich deshalb verwendet, weil darauf als Anwendung das Gießen von Betonbauteilen aufgeführt war.

Mittlerweile habe ich einen neuen Versuch gestartet. Wie ich anderweitig erfahren hatte, muss der Beton mind. 7 Tage lang feucht gehalten werden. Ich vermute, dass er mir (obendrein) einfach zu früh ausgetrocknet war, da ich die Form schon am nächsten Tag entfernt hatte. Ich habe für den neuen Versuch auch etwas teureren Beton eingekauft. Der hat folgende Daten:

Festigkeitsklasse:
CT-C25-F4 gem. DIN EN 13813 bzw. ZE20 gem. DIN 18560
C25/30 gem. DIN EN 206 bzw. B25 gem. DIN 1045

Expositionsklasse:
XC 4, XF 1, XA 1 gem. EN 206

Das sagt mir natürlich alles nicht viel. Auf jeden Fall hab ich das ganze nochmal neu angesetzt und werde die Form diesmal erst nach 28 Tagen abnehmen. So lange soll es bei diesem dauern (wie Du ja auch schon geschrieben hast), bis die Endfestigkeit erreicht ist. Eilig habe ich es nicht. Ich hoffe nur, dass es diesmal dann auch funktioniert. Ich habe mir zudem einen Rest in Folie eingewickelt und kann daran testen, ob er schon hart ist. Bis jetzt sind 7 Tage vergangen, und er hat etwa die Festigkeit erreicht, wie beim letzten Versuch. Also zwar griffest, aber mit einem Schraubendreher und Hammer noch ganz gut zu "bearbeiten".

Viele Grüße
Gerald
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