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Schalldämmung an Wand zum Nachbarn, bitte DRINGEND um Tipps

emp
BeitragVerfasst am: 18.02.2007 17:22  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 18.02.2007
Beiträge: 2

Hallo,
ich hoffe, irgendjemand kann mir schnellstmöglich einen guten Tipp geben, wie ich die Wand zur Nachbarswohnung einigermaßen schalldicht kriege, bevor ich mir einen Vorschlaghammer kaufe und sie entferne...

Mein problem ist folgendes:

Unsere Wohnung grenzt mit 2 Wänden an eine Einraum-Single-Wohnung, deren Bewohner auch tagsüber zu Hause ist.
Eine Wand grenzt an unsere Diele und stellt das geringere Problem dar, doch eine Wand gehört zu unserem Wohn-Schlafzimmer, in dem ich auch sehr viel am PC arbeite und dementsprechend konzentriert sein sollte.

Dies ist aber nicht möglich, da der Nachbar permanent Musik hört und dieses teilweise (über Stunden im Extremfall) so laut macht, dass jede Konzentration unmöglich wird, genauso wie jede in normaler lautstärke geführte Unterhaltung oder fernsehen, solange man sein Gerät nicht auch voll aufdreht. Sich am WE mal tagsüber für ein Nickerchen hinzulegen ist unmöglich.

Die Wände sind leider sehr dünn, man hört auch normale Geräusche (Trittschall, Gespräche, Husten etc.) doch das kann man ignorieren, die Musik aber ist unerträglich, vor allem, weil er auch noch laut mitgröhlt und mit den Füssen im Takt auf den Boden trampelt (er trägt orthopädisches Schuhwerk, was es nur noch lauter macht)

Da er sich an die vom österr. Gesetz vorgegebenen Ruhezeiten hält und nach 22:00 ruhe ist, kann die Hausverwaltung nicht eingreifen, und Versuche, ihn mit höflichen Bitten zur Räson zu bringen sind bisher fruchtlos geblieben. Wenn wir entnervt an die Wand klopfen, antwortet er, indem er die Musik noch lauter macht.

Deshalb sind wir gezwungen, einen Lärmschutz an unserer Wandseite anzubringen, haben dabei aber eine leider nicht unerhebliche Hürde zu bewältigen.

Normalerweise hätte ich zu Rigipsplatten mit entsprechendem Dämmstoff dahinter gegriffen, doch dies ist nicht möglich, da die Tür, welche in diesen Raum führt, wandseitig angeschlagen ist und auch Richtung Wand geöffnet wird.

Von der Wand zur Zarge Aussenkante sind es nur ca 2 cm, von der Wand zu den Türangeln ca 5 cm. Wenn man nun noch die Türklinke einrechnet, bleibt uns ein Spielraum von ca 3 - 4 cm (bei 4 cm könnte die Tür nicht mehr vollständig geöffnet werden, doch das würden wir in Kauf nehmen)

Nun meine Frage: Was kann man da nehmen? Ein Untergerüst nimmt zu viel Platz weg, also müsste es etwas sein, was man direkt an der Wand anbringt, entweder schrauben oder kleben.

Eine vollständige Lärmdämmung wird natürlich nicht möglich sein, aber wir würden schon über 50% weniger Krach jubeln. Allerdings muss das Material gesundheitlich völlig unbedenklich sein, da in diesem Raum gewohnt und auch geschlafen wird. Und natürlich soll es den Schall bestmöglich abhalten.

Danke im Voraus

emp
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Peeder
BeitragVerfasst am: 19.02.2007 10:32  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 16

.... von Vorschriften der Schalldämmung bei Wohnungstrennwänden bei vermieteten Einheiten,
lese mal hier
http://trockenbauforum.tbev.de/viewtopic.php?t=928

Da eine Vorsatzschale nur begrenzt in Frage kommt, und keinerlei Rechenwerte oder Messwerte zur Verfügung stehen, ist alles, auf das du dich einlässt ein Experiment.

Grenzwerte sind vom Vermieter einzuhalten , ca 55 dB bei Wohnungstrennwänden.
siehe hier
http://www.agoef.de/bauphysik/schallschutz.html

Diese würde ich mal erst abklären, dann zum Experiment Cool


Peeder
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emp
BeitragVerfasst am: 19.02.2007 12:18  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 18.02.2007
Beiträge: 2

danke für den hinweis, aber das hilft mir leider gar nicht weiter, weil diese Wohnung sich in Österreich befindet und natürlich auch österr. Standards und Regelungen unterliegt. Noch dazu handelt es sich um einen Altbau (1948) im Eigentum der Stadtgemeinde, also sogenannter *sozialer Wohnbau*, der meines Wissens ohnehin nur teilweise dem allgemeinen Mietrecht unterliegt, da diverse Erhaltungsarbeiten bereits mietvertraglich auf den Mieter abgewälzt bzw. ausgeschlossen werden, um die rel. günstign Mieten überhaupt halten zu können.

Die Kosten für eine Messung, die bei einem Rechtsstreit zwingend vorzulegen wäre, müssten wir als Mieter tragen, von Gerichtsgebühren und ev. Rechtsanwalt und den Nerven, die so etwas kostet, möchte ich gar nicht reden. Ausserdem suche ich nach einer schnellen, wenn auch nicht unbedingt 100%igen Lösung, ich habe keine Lust jahrelang auf einen Gerichtsbeschluss zu warten und dann vielleicht nochmal ewig auf die Durchführung der Arbeiten, die ja abhängig vom ewig leeren Budget des Wohnungsreferates wären.

Das *Experiment* ist also in jedem Fall der einfachere, schnellere nervenschonendere und wahrscheinlich auch der billigere Weg.
Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, mir zu raten, doch einfach eine andere Wohnung zu suchen: das ist für uns derzeit nicht möglich. Ich möchte nur wissen, welches Material in Frage käme Idea damit ich mich an die Arbeit machen kann.
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Peeder
BeitragVerfasst am: 19.02.2007 12:49  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 16

Gut, mal eine möglichkeit.

Masse der Wand erhöhen, Walzblei 0,5-1,0 mm ist gut geeignet.
Aufkleben mit z.B. Purkleber, zusätzlich mit dübel sichern.
Darauf nee 20 mm lattung, mit Trennband und Drehstiftdübel befestigen ( entkoppelt ) Zwischen den Latten MiWo 20 mm ( am besten nee Trittschallplatte ) legen.
9,5 oder besser 12,5 GK mit Schnellbauschrauben 25 mm Grobgewinde befestigen, rund um mit Trennband an Boden,Decke, Wände anschliessen.

In der Praxis habe ich es so ähnlich schonmal ausgeführt, mit sehr guten Erfolg.

Peeder
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Brombadegs
BeitragVerfasst am: 20.02.2007 05:47  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 13

Hi,

diesbezüglich habe ich gestern in einer Zeitung "Selber machen" oder so ähnlich, etwas gefunden. Ging auch um Dämmung zwischen zwei Wohnungen.

Grüße Jana
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Tali
BeitragVerfasst am: 23.02.2007 14:51  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 30.11.2006
Beiträge: 58

aha...nimmst du den tipp denn an den du in der Zeitung gelesen hast??

Dann kannste ja mal posten was die geschrieben haben. Für die andern user die evtl auch mal solch ein Problem haben


Gruß Tali
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Brombadegs
BeitragVerfasst am: 23.02.2007 19:01  Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden



Anmeldedatum: 16.02.2007
Beiträge: 13

@ tali,

ich wohne in einem freistehenden Einfamilienhaus. Da erübrigt sich deine Frage Laughing .
Und ja... die Tipps, die ich brauch, entnehme ich dieser Zeitung, da sie teilweise sehr gut sind. Leider gabs aber zu meinem Problem in den letzten 3 Jahren keine Hinweise da drin, sodass ich hier nachfragen musste.

Grüße Jana
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